Aufbau

Die Operation verlief soweit gut und ich befinde mich bereits wieder im Aufbau. Mit Physiotherapie  geht es darum, möglichst bald wieder weg von den Krücken und aus dem Bett zu kommen.

Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell der Körper an Muskelmasse abbaut und Bewegungsmuster wie das normale gehen verlernt  aber auch toll zu spüren, wie schnell man durch tägliches Training wieder Fortschritte erzielen kann. In diesem Bereich ist der Körper sehr kalkuliert und effizient.

 

Hüftoperation

Der Thurgauer Ruderer Nico Stahlberg muss unters Messer_ «Die Schmerzen sind wie Messerstiche» _ St.Galler Tagblatt

Kürzlich ist dieser Bericht im St. Galler Tagblatt erschienen. Zwar beschreibt er meine aktuelle Situation sehr gut, doch will ich gerne noch ein paar Zeilen dazu ergänzen.

Über die ganzen Jahre durfte ich auf einen gesunden, starken und belastbaren Körper vertrauen. Ein Gut wofür ich sehr dankbar bin aber auch pflegen muss.

Der Operation stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits mit Respekt vor dem Ungewissen, wie die Tagen und Wochen danach aussehen werden. Anderseits mit Zuversicht, dass die Leidensgeschichte ein Ende hat und ich schon bald wieder so im Ruderboot sitzen kann, wie ich es von mir erwarte.

Für einmal will ich mir aber bewusst genügend Zeit für den Wiederaufbau nehmen, was aufgrund von Erwartungen und Trainingsprozessen nicht immer möglich war.

Bleibt Gesund.

 

 

 

Schweizermeisterschaften 2020

Es ist fast schon zu einer Tradition geworden, doch dieses Jahr ist für einmal alles anders.

Aus verschiedensten Gründen werde ich dieses Jahr schweren Herzens nicht an den Schweizermeisterschaften teilnehmen.

Ich wünsche  allen Teilnehmenden und speziell dem Ruderclub Kreuzlingen viel Erfolg und spannende Rennen.

Bringt den Göttersee zum Kochen.

 

 

SRV Testrennen

Während heute in Griechenland das Olympische Feuer entfacht wurde und auf die lange Reise nach Tokio geschickt wird, haben wir uns auf den Weg nach München gemacht.

Auf der Olympiastrecke von 1972 finden dieses Jahr die internen Selektionsrennen für die kommende Saison statt. Unter anderem mit dem Ziel, die Besatzung für den Vierer und Zweier zu finden.

Gestartet wird morgen mit einem Ergotest, gefolgt von div. Testrennen auf dem Wasser.

Ich darf auf eine sehr gute Vorbereitung vertrauen und bin gespannt was auf dem Ergometer und dem Wasser drin liegt.

Auf jeden Fall werde ich mich nach den Testrennen wieder bei euch melden und bekannt geben, wie es für mich und die Riemengruppe weitergeht.

 Bootshalle München

Das Bild ist vom letzten Trainingslager in Gavirate (ITA)

 

 

 

HAPPY NEW YEAR 2020

Wieder ein Jahr vorbei, wieder ist viel passiert.

Ich bin schon entspannter in ein Olympisches Jahr gerutscht, doch der Druck spornt mich an.

Noch immer ist der Olympische Traum die treibende Kraft und bekommt ein Traum dann einen Termin, so wird es ein Ziel.

In gut 3 Monaten werde ich erneut die Chance bekommen, mich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Somit wird das neue Jahr 2020 ein ganz wichtiges Jahr für uns
Träumer werden.

Ihr wart und seid ein wichtiger Teil auf meinem Weg. Dafür will ich mich herzlichst bedanken!

Ich wünsche Euch ein gutes, neues Jahr und den nötigen Mut,
im neuen Jahr Träumen Termine zu geben.

 

 

Geglückter Wechsel

Wie ihr vielleicht bereits schon über den Beitrag im Tagblatt vom 25.10.19 mitbekommen habt, habe ich die Disziplin gewechselt.

https://www.tagblatt.ch/sport/der-thurgauer-ruderer-nico-stahlberg-wechselt-im-hinblick-auf-die-olympischen-spiele-das-boot-ld.1162932

Aufgrund sehr guter Berichterstattung, will ich nicht nochmals näher darauf eingehen wie es zum Wechsel kam. Doch kann ich sagen, dass das Training gut gestartet ist und ich sehr zufrieden bin wie es momentan läuft.

Erst kürzlich hat der Verband in Mulhouse den ersten Langstreckentest über 6km durchgeführt. Auch ich war mit von der Partie, doch dieses Mal eben nicht im Einer sondern im Zweier ohne.

3 Wochen blieben Nicolas Kamber und mir, um uns auf dieses Rennen vorzubereiten.  Mit Nicolas hatte ich ein erfahrener Riemenruder im Boot, welcher es Verstand, einem Skuller das Rudern mit einem Ruder beizubringen. Ich hingegen durfte meine langjährige Rudererfahrung einbringen, was sich als sehr erfolgreich erwies. Dank einem sehr guten Start und einem soliden Mittelteil überquerten wir die Ziellinie als erstes Boot. Auf jeden Fall ein wichtiges Resultat, was mich in meiner Entscheidung bestärkt und Vertrauen für die weiteren Schritte gibt. https://www.swissrowing.ch/system/files/entity/media/mb_documents/documents/2019-11-03__Resultate_LST1-2020_Mulhouse_v2.pdf

Dank des guten Resultats werde ich auch Teil des Schweizer Vierers sein, welcher in 2 Wochen an das Langstreckenrennen nach London gehen wird

Steiniger Weg

Am Mittwoch wurde der Olympiatraum mit dem Ausscheiden im Viertelfinale (vorerst) begraben. Für den Einzug in das Halbfinale der besten 12 Einerfahrer wäre Platz 3 gefordert gewesen.

Allerdings kann ich mir nichts vorwerfen, es war das perfekte Rennen, bei dem ich während jedem Schlag zu 100% an mein Ziel glaubte. Auch wenn es eine schmerzhafte Niederlage ist, so darf ich aus der WM-Vorbereitung und den Rennen viel Positives mitnehmen.

Aufgrund dessen bin ich überzeugt, dass ich mein Maximum noch nicht erreicht habe und der Weg nach Tokyo noch nicht zu Ende ist.

Nächstes Jahr gibt es nochmals die Möglichkeit, sich in Luzern für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Bevor ich jedoch wieder in ein Ruderboot steigen werde, wird eine genaue Analyse der Saison nötig sein.

Für die grossartige Unterstützung, welche ich über die letzten Monate und Tage erhalten habe will ich mich bei euch bedanken. Allen voran bei meiner Familie, meinen Sponsoren und dem Club 2020.

 

 

Rekordstatus

Mit 1200 Athleten von über 80 Ländern verzeichnet die Weltmeisterschaft in Linz ein Melderekord. Dabei stellt der Männeiner mit 44 Booten wiederum das grösste Teilnehmerfeld aller Bootsklassen . Alle 44 Boote möchten sich unter den besten neun Booten einreihen, was ein Olympia-Quotenplatz bedeuten würde.

Mit dem amtierenden Weltmeister Kjetil Borch geht es dann auch schon im Vorlauf vom Sonntag richtig zur Sache. Die weiteren Boote kommen aus Kasachstan, Bermuda, Indien und Mexiko. Für eine direkte Viertelfinalqualifikation ist Platz 1-2 ist gefordert.

Das mir diese Strecke liegt, habe ich bereits im Jahr 2013 mit dem U23-Titel im Doppelvierer und letztes Jahr mit der Bronzemedaille am Weltcup mit Roman Röösli im Doppelzweier gezeigt.

Somit kann es endlich losgehen.

Wie immer könnt ihr die Rennen live auf www.worldrowing.com mitverfolgen.

 

 Letzte Anweisungen des Trainers

 Teamzelt der Schweiz

 

Back on the track

Mit dem Trainingslager in Libourne sind nicht nur die letzten 2 Wochen vor der Weltmeisterschaft angebrochen, sondern wir sind auch wieder zurück auf der Regattabahn.

Nach dem letzten Weltcup in Rotterdam hat sich die Schweizer Rudernationalmannschaft in Sarnen für den letzten Push vor den Weltmeisterschaften getroffen. Es folgten 4 harten Trainingswochen mit vielen Wasserkilometern, dem einen oder anderen Ergometer Training und Krafttraining. Auf dem Menu standen 3 Trainingseinheiten pro Tag, abgerundet mit viel Essen und Schlafen.

Wie schon 2015 und 2011 vor der Weltmeisterschaft sind wir nun wieder hier in Libourne (FRA) auf der 2km Regattastrecke zu Gast. Dank der voll eingerichtete Regattastrecke können wir uns wieder optimal an das Rudern in der Bojenlinie gewöhnen. Denn wir haben zwar mit dem Rotsee den weltbekanntesten Rudersee aber aufgrund der Naturschutzbestimmungen derweilen ohne Bojen Linien.

Es ist jeweils die schönste Zeit im Jahr. Das Boot läuft, der Trainingsumfang wird kleiner und die Kraftreserven grösser und man muss sich um nichts anderes kümmern als um das Rudern. Somit geniesse ich noch die verbleibenden Tage hier in Libourne, inmitten der Weinreben.

 

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